Smoken entsteht, indem gewöhnliches Nähgarn auf der Oberseite des Stoffes und Gummifaden in der Spule verwendet werden. Sobald die Reihen genäht und der Stoff vorsichtig gedämpft wurden, zieht sich der Gummifaden zu weichen Kräuselungen zusammen. So lassen sich Oberteil, Ärmel, Taille oder Bündchen formen, ohne einen separaten Tunnelzug anzubringen.
Smoken kann allerdings launisch sein. Die häufigsten Fehler sind einfach: Der Gummifaden wurde zu straff aufgespult, die Stichlänge war zu kurz, der Stoff wurde nicht gleichmäßig geführt oder es wurde kein Probestück angefertigt. Die folgende Methode ist für eine Haushaltsnähmaschine und leichten Webstoff gedacht. Sieh immer in der Bedienungsanleitung deiner Maschine nach, wenn sie besondere Hinweise zu Gummifaden oder zur Spulenspannung enthält.
Das brauchst du
- Leichter, gewaschener und gebügelter Webstoff
- Zum Nähen geeigneter Gummifaden
- Gewöhnliches Nähgarn für die Nadel
- Nähmaschine mit Geradsticheinstellung
- Eine frische, für den Stoff geeignete Nadel
- Handnadel und Garn zum Sichern loser Fadenenden
- Bügeleisen und eine Fläche, auf der der Stoff flach liegen kann
- Lineal, Schneiderkreide oder einen auswaschbaren Stoffmarker
Smoken gelingt im Allgemeinen am besten mit einem Stoff, der etwas weich und beweglich ist. Sehr schwerer Stoff lässt sich möglicherweise nicht gut kräuseln, während ein extrem locker gewebter Stoff durch den Gummifaden verzogen werden kann. Fertige ein Muster aus dem tatsächlichen Stoff an, bevor du das Kleidungsstück zuschneidest oder nähst.
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Maschine und Stoff vorbereiten
1. Die Gummifadenspule von Hand aufspulen
Wickle den Gummifaden langsam und gleichmäßig um eine leere Spule. Dehne den Gummifaden beim Aufspulen nicht. Er sollte locker und mit dem leicht weichen Aussehen auf der Spule liegen, das er auch in deiner Hand hat.
Eine von Hand aufgespulte Spule ist wichtig, weil der Spuler der Maschine den Gummifaden straff ziehen kann. Diese Spannung wird dann in jeden Stich übertragen und kann verhindern, dass sich die fertigen Reihen richtig zusammenziehen. Fülle die Spule nicht vollständig; lasse genug Platz, damit sie sich im Spulenkorb frei drehen kann.
Wenn deine Spule eine kleine Öffnung zum Anfang des Fadens hat, kannst du den Faden dort beim Aufspulen festhalten. Löse oder kürze dieses Ende anschließend vor dem Nähen. Setze die Spule in der für deine Maschine vorgesehenen Richtung ein. Gummifaden wird normalerweise nur in der Spule verwendet, während gewöhnliches Nähgarn durch die Nadel läuft.
2. Die Nadel mit gewöhnlichem Nähgarn einfädeln
Verwende Garn, das zur rechten Stoffseite passt oder ihr möglichst nahekommt. Da der Stoff beim Smoken mit der rechten Seite nach oben liegt, ist das gewöhnliche Garn auf der Oberfläche sichtbar und der Gummifaden liegt auf der linken Seite.
Setze eine frische Nadel ein, die für Gewicht und Webart des Stoffes geeignet ist. Eine stumpfe oder beschädigte Nadel kann Fehlstiche verursachen, während eine zu große Nadel sichtbare Löcher in einem leichten Stoff hinterlassen kann.
3. Eine Ausgangseinstellung wählen
Wähle einen einfachen Geradstich und beginne mit einer langen Stichlänge. Eine Einstellung nahe der längsten verfügbaren Geradstichlänge ist bei vielen Maschinen ein sinnvoller Ausgangspunkt, auch wenn die genaue Zahl von Maschine zu Maschine variiert. Erhöhe die Oberfadenspannung mäßig, wenn der Gummifaden den Stoff nicht zusammenzieht. Gehe aber nicht davon aus, dass eine hohe Spannung grundsätzlich besser ist.
Die richtige Einstellung ist diejenige, die eine sichere, gleichmäßige Reihe ohne harte Falten, Fehlstiche oder einen bis zum Reißen gedehnten Gummifaden ergibt. Notiere die Einstellungen, die auf deinem Probestück funktionieren, bevor du zum Kleidungsstück übergehst.
Reihen markieren
Bügle den Stoff vor dem Markieren. Entscheide, wo der gesmokte Bereich beginnen soll, und markiere die erste Reihe mit Schneiderkreide oder einem auswaschbaren Marker. Die folgenden Reihen kannst du mit einem Lineal abmessen oder an der Kante des Nähfußes ausrichten, sofern diese einen gleichmäßigen Abstand vorgibt.
Ein Abstand von ungefähr 1 bis 1,5 Zentimetern ist ein praktischer Ausgangspunkt. Engere Reihen ergeben eine dichtere, stärker gekräuselte Fläche; größere Abstände lassen eine offenere Struktur entstehen. Halte die Linien parallel. Kleine Abweichungen beim Abstand fallen auf, sobald mehrere Reihen zusammengezogen sind.
Schneide den Stoff im vorgesehenen gesmokten Bereich sorgfältig zu. Smoken verringert die fertige Breite, sodass ein Stoffstück, das vor dem Nähen großzügig wirkt, nach dem Zusammenziehen des Gummifadens deutlich schmaler sein kann. Das Ausmaß hängt von Stoff, Gummifaden, Stichlänge und Anzahl der Reihen ab. Nur ein Probestück ermöglicht eine zuverlässige Einschätzung.
Smoken nähen
1. Den Stoff mit der rechten Seite nach oben auflegen
Der Gummifaden sollte die Unterseite der fertigen Arbeit bilden. Führe sowohl den Nadelfaden als auch den Spulenfaden nach hinten und lasse die Enden lang genug, damit du sie bequem handhaben kannst. Senke den Nähfuß und richte die Nadel an der ersten markierten Reihe aus.
2. Den Anfang sichern
Nähe einige Stiche und nähe dann, sofern deine Maschine den Gummifaden sauber verarbeitet, über sie zurück. Manche Maschinen ziehen oder verheddern den Gummifaden beim Rückwärtsnähen. Beginne in diesem Fall für einige Stiche mit einer kürzeren Stichlänge oder lasse Faden- und Gummifadenenden stehen, um sie später von Hand zu sichern.
Beginne nicht direkt an einer ungestützten offenen Stoffkante, wenn das Schnittmuster eine Nahtzugabe vorsieht. Ein etwas innerhalb der Nahtzugabe liegender Anfang bietet den Enden Platz zum Einschließen und erleichtert das Sichern.
3. Die Reihe nähen, ohne den Stoff zu dehnen
Führe den Stoff vorsichtig entlang der markierten Linie. Ziehe ihn beim Nähen nicht zu dir und dehne ihn nicht seitlich. Lass den Transporteur den Stoff in seinem eigenen Tempo bewegen und unterstütze ihn nur leicht mit den Händen.
Der Stoff kräuselt sich möglicherweise während des Nähens noch nicht stark. Das ist normal. Jede Reihe wirkt mit der nächsten zusammen, und das endgültige Zusammenziehen wird nach dem leichten Dämpfen sichtbarer. Halte den Stoff vor dem Nähfuß möglichst flach und pausiere, wenn die Kante zu verlaufen beginnt.
Sichere am Ende der Reihe die Stiche wie am Anfang oder lasse Fadenenden zum späteren Vernähen stehen. Schneide die Fäden ab und gehe zur nächsten markierten Linie. Ziehe den Stoff nicht ruckartig unter dem Nähfuß hervor, da dies den Gummifaden dehnen und die letzten Stiche stören kann.
4. Mit gleichmäßigen Abständen fortfahren
Arbeite von einer Seite des Stoffstücks zur anderen und überprüfe häufig den Reihenabstand. Wenn die Stoffkante nicht gerade ist, richte dich nach den Markierungen und nicht nach der Kante. Bei einem schlauchförmigen Stück kann der Freiarm das Abstützen erleichtern. Trotzdem ist es wichtig, den Stoff nicht um den Freiarm zu dehnen.
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Die fertigen Reihen dämpfen
Wenn alle Reihen genäht sind, lege den Stoff mit der Gummifadenseite nach oben flach hin. Halte das Bügeleisen über den Stoff und gib vorsichtig Dampf, anstatt fest aufzudrücken. Lass den Stoff abkühlen, bevor du ihn bewegst.
Dampf regt den Gummifaden an, sich zusammenzuziehen, und lässt die Kräuselungen oft gleichmäßiger wirken. Die nötige Dampfmenge hängt vom Stoff ab; beginne daher vorsichtig. Halte bei empfindlichem Stoff das Bügeleisen vom Gummifaden fern und verwende, wo angebracht, ein Bügeltuch. Ziehe den Stoff nicht, solange er heiß ist, um ihn gewaltsam stärker zu kräuseln.
Wenn der Stoff abgekühlt ist, dehne die Fläche vorsichtig von Hand, um ihre Rückstellkraft zu prüfen. Die Reihen sollten sich ausdehnen, ohne dass der Gummifaden übermäßig belastet wirkt. Sichere die Enden, bevor du sie abschneidest. Du kannst Gummifaden und gewöhnlichen Faden von Hand verknoten, die Enden in nahe gelegene Stiche einweben oder sie innerhalb einer Nahtzugabe einschließen. Eine kleine Handnadel ist hilfreich, wenn das Rückwärtsnähen an der Maschine den Gummifaden gestört hat.
Lockeres oder ungleichmäßiges Smoken korrigieren
Der Stoff kräuselt sich nicht
Prüfe zuerst die Spule. Wenn der Gummifaden unter Spannung aufgespult wurde, ersetze sie durch eine locker von Hand aufgespulte Spule. Vergewissere dich, dass die Spule in der richtigen Richtung eingesetzt ist und der Gummifaden wie von der Maschine vorgesehen durch den Spannungsweg des Spulenkorbs läuft.
Nähe anschließend ein weiteres Probestück mit einer längeren Stichlänge. Wenn die Reihen weiterhin nahezu flach liegen, erhöhe die Oberfadenspannung ein wenig und teste erneut. Verändere immer nur eine Einstellung auf einmal, damit du erkennst, was geholfen hat. Manche Stoffe benötigen einfach mehr Reihen, bevor die Kräuselung sichtbar wird.
Die Kräuselungen sind straff, hart oder ungleichmäßig
Der Gummifaden wurde möglicherweise beim Aufspulen gedehnt oder die Oberfadenspannung ist zu hoch. Versuche es mit einer frischen Spule, die ohne Zug aufgespult wurde, und verringere die Oberfadenspannung leicht. Prüfe, dass du den Stoff beim Transport unter dem Nähfuß nicht dehnst.
Auch ungleichmäßige Reihenabstände können die Kräuselung unregelmäßig erscheinen lassen, selbst wenn die Stiche an sich in Ordnung sind. Markiere den Stoff sorgfältiger und verwende für jede Reihe eine gleichbleibende Führung.
Die Maschine lässt Stiche aus oder verknotet den Faden auf der Unterseite
Ersetze die Nadel und fädle sowohl den Oberfadenweg als auch die Spule neu ein. Vergewissere dich, dass die Spule richtig sitzt und der Gummifaden nicht über ihre Kanten rutscht. Entferne bei Bedarf Flusen aus dem Spulenbereich und teste anschließend erneut an einem Stoffrest.
Wenn das Rückwärtsnähen einen Knoten verursacht, nähe nicht weiter über den Gummifaden zurück. Lasse längere Enden stehen und sichere sie stattdessen von Hand oder innerhalb einer Naht. Eine Maschine, die die Reihe beim Vorwärtsnähen sauber näht, ist hilfreicher als eine, die zwar technisch rückwärts nähen kann, dabei aber den Gummifaden beschädigt.
Ein Abschnitt ist gekräuselt, ein anderer bleibt flach
Trenne nicht sofort die gesamte Fläche auf. Markiere den flachen Bereich und untersuche seine Stiche von der linken Seite. Wenn der Gummifaden vorhanden, aber locker ist, dämpfe den Bereich vorsichtig und dehne ihn nach dem Abkühlen ein wenig. Hilft das nicht, nähe eine neue Reihe direkt über die alte oder unmittelbar daneben und verwende die Einstellung, die an anderer Stelle funktioniert hat.
Bei einem kurzen ausgelassenen Abschnitt kannst du von Hand mit Gummifaden durch die vorhandene Linie nähen und dabei dem ursprünglichen Stichverlauf möglichst genau folgen. Sichere die Enden auf der linken Seite. Die Reparatur ist möglicherweise nicht unsichtbar, lässt sich aber oft in einer Naht, unter dem Arm oder unter einem Beleg verbergen.
Der Gummifaden reißt
Halte an und entferne das gerissene Ende, ohne die Kräuselungen auseinanderzuziehen. Verbinde den Gummifaden von Hand mit mehreren kleinen überlappenden Stichen und sichere die Verbindung anschließend auf der linken Seite. Wenn der Faden weiterhin reißt, verwende ein frisches Stück Gummifaden, verringere die Oberfadenspannung und prüfe, ob die Nadel den Faden berührt oder daran schabt.
Eine ruhige abschließende Prüfung
Bevor du das Kleidungsstück zusammensetzt, halte die gesmokte Fläche am Körper oder über der vorgesehenen Kleidungsschicht an. Prüfe, ob sie sich bequem dehnt und ob die Reihen wie geplant sitzen. Smoken sollte den Stoff körpernah halten, ohne einzuschneiden oder den Gummifaden dauerhaft zu belasten.
Die zuverlässigste Methode ist geduldig und nicht kompliziert: Spule den Gummifaden ohne Zug auf, teste am echten Stoff, nähe lange, gleichmäßige Reihen und verwende Dampf erst nach dem Nähen. Wenn eine Reihe misslingt, korrigiere zuerst das örtliche Problem. Viele ungleichmäßige Flächen lassen sich wieder in Ordnung bringen, ohne alles von Anfang an aufzutrennen.
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